Oxford-Gewebe – Beliebter Standard bei Abdeckungen
Oxford-Gewebe ist eines der am häufigsten eingesetzten Materialien für Abdeckungen im Garten-, Möbel- und Industriebereich. Viele handelsübliche Schutzhüllen bestehen aus Oxford-Stoff – meist kombiniert mit einer zusätzlichen Beschichtung auf der Innenseite.
Doch nicht jedes Oxford-Gewebe ist automatisch hochwertig oder für den langfristigen Außeneinsatz geeignet.
Was ist Oxford-Gewebe?
Oxford-Gewebe ist ein synthetisches Gewebe (meist Polyester oder Nylon) mit einer speziellen Leinwandbindung. Es zeichnet sich durch:
- gleichmäßige Struktur
- gute Reißfestigkeit
- vergleichsweise günstige Herstellung
Aus diesem Grund wird es sehr häufig für Standard-Abdeckungen, Taschen und Outdoor-Produkte eingesetzt.
PVC- oder PU-Beschichtung als Wassersperre
Damit Oxford-Gewebe wasserdicht wird, erhält es meist eine zusätzliche Beschichtung:
- PVC-Beschichtung auf der Innenseite
- PU-Beschichtung (Polyurethan)
Diese Beschichtungen bilden eine zuverlässige Wassersperre – haben jedoch einen entscheidenden Nachteil:
Sie sind in der Regel nicht atmungsaktiv. Wenn man bei den einzelnen Produkten in die Tiefe geht und sich die Bewertungen anschaut, wird auch häufig deutlich: Die UV-Beständigkeit der Stoffe lässt sehr zu wünschen übrig. Häufig bleichen diese nach kurzer Zeit aus oder werden nach wenigen Wochen / Monaten im Einsatz spröde, brüchig und wasserdurchlässig.
Fehlende Atmungsaktivität – ein häufiges Problem
Nicht atmungsaktive Oxford-Gewebe können im Outdoor-Einsatz zu:
- Kondenswasser unter der Abdeckung
- Staunässe auf Möbeln oder Geräten
- Schimmel- und Stockflecken
- unangenehmen Gerüchen
führen – insbesondere bei wechselnden Temperaturen und längerer Abdeckdauer.
420D, 600D, 800D – was bedeuten diese Angaben?
Häufig wird bei Oxford-Gewebe mit sogenannten Denier-Werten (D) geworben:
| Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| 420D | leichter, flexibler Stoff |
| 600D | robuster Standard |
| 800D | sehr dickes, schweres Gewebe |
Ein höherer Denier-Wert bedeutet zwar mehr Reißfestigkeit, bringt aber auch Nachteile mit sich.
Mehr D ≠ automatisch besser
Sehr dicke Oxford-Gewebe (600D oder 800D) sind:
- steifer
- schwerer
- weniger handlich
- schwieriger aufzuziehen
Gerade bei Gartenmöbel- oder Loungeabdeckungen kann das Handling darunter deutlich leiden.

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Oxford-Gewebe im Vergleich zu spezialisierten Abdeckstoffen
Oxford-Gewebe ist ein solider Standard, aber nicht immer die beste Lösung. Speziell entwickelte Abdeckstoffe bieten oft:
- bessere Atmungsaktivität
- höhere UV-Stabilität
- längere Lebensdauer
- angenehmeres Handling
Insbesondere bei hochwertigen Möbeln oder langfristiger Nutzung sind diese Eigenschaften entscheidend.
Wann ist Oxford-Gewebe sinnvoll?
- kurzfristige oder saisonale Abdeckungen
- preisorientierte Anwendungen
- geschützte Standorte
Wann sollte man Alternativen prüfen?
- bei ganzjähriger Nutzung
- bei empfindlichen Möbeln oder Polstern
- bei hoher UV- und Witterungsbelastung
- bei Bedarf an Atmungsaktivität
Häufige Fragen zu Oxford-Gewebe
Ist Oxford-Gewebe wasserdicht?
Nur mit zusätzlicher PVC- oder PU-Beschichtung. Nähte sollten zusätlich verapt sein.
Ist Oxford-Gewebe atmungsaktiv?
In der Regel nein, besonders bei beschichteten Varianten.
Was bedeutet 600D bei Oxford-Gewebe?
Es beschreibt die Garnstärke – höher bedeutet dicker und schwerer.
Ist dickeres Gewebe immer langlebiger?
Nicht zwingend – UV-Beständigkeit und Beschichtung sind ebenso entscheidend.
Warum wirken viele Oxford-Abdeckungen steif?
Durch hohe Denier-Werte und starre Beschichtungen.
Kann sich Kondenswasser bilden?
Ja, bei nicht atmungsaktiven Materialien sehr häufig.
Fazit
Oxford-Gewebe ist ein beliebter und weit verbreiteter Standard für Abdeckungen. Die Kombination mit PVC- oder PU-Beschichtungen macht es wasserdicht, jedoch meist nicht atmungsaktiv. Hohe Denier-Werte wie 600D oder 800D erhöhen zwar die Reißfestigkeit, machen das Material aber auch steifer und unhandlicher. Für anspruchsvolle, ganzjährige Anwendungen lohnt sich daher ein genauer Blick auf alternative, speziell entwickelte Abdeckstoffe. Auch sollte man immer prüfen, ob die Nähte bei Oxford Abdeckungen ebenfalls durch entsprechende Versiegelungen wasserdicht sind.