Wassersäule & Regenfestigkeit – Ein entscheidender Aspekt bei Abdeckungen
Die Begriffe Wassersäule und Regenfestigkeit spielen eine zentrale Rolle bei der Auswahl hochwertiger Abdeckungen für Gartenmöbel, Grills, Lounge-Sets oder Outdoor-Küchen. Wer seine Outdoor-Ausstattung ganzjährig schützen möchte, sollte verstehen, was diese technischen Angaben bedeuten und wie sie sich auf die tatsächliche Schutzwirkung auswirken.
Im Lexikon von Wettertuete.de steht die praxisnahe Erklärung solcher Fachbegriffe im Mittelpunkt. Denn nicht jede „wasserdichte“ Abdeckung hält langfristig starkem Regen, Schneelast oder dauerhafter Feuchtigkeit stand. Entscheidend ist die sogenannte Wassersäule – ein messbarer Wert für die Druckbeständigkeit eines Materials gegenüber Wasser.
Was bedeutet Wassersäule?
Die Wassersäule wird in Millimetern (mm) angegeben und beschreibt, wie viel Wasserdruck ein Material aushält, bevor Feuchtigkeit hindurchdringt. Getestet wird dies, indem ein mit Wasser gefüllter Zylinder auf das Material gestellt wird. Je höher die Wassersäule, desto dichter ist das Gewebe.
- 1.000 mm = leichter Regenschutz
- 2.000–3.000 mm = guter Regenschutz
- 5.000 mm und mehr = sehr hohe Wasserdichtigkeit
- 10.000 mm = extrem wetterfest, auch bei Starkregen
Für Gartenmöbel-Abdeckungen empfiehlt sich in der Regel eine Wassersäule von mindestens 2.000–3.000 mm, um auch längere Regenperioden sicher zu überstehen.
Was bedeutet Regenfestigkeit?
Regenfestigkeit beschreibt die praktische Widerstandsfähigkeit einer Abdeckung gegen Niederschlag. Sie hängt nicht nur von der Wassersäule ab, sondern auch von:
- Materialstärke (Grammatur des Stoffes)
- Beschichtung (z. B. PU oder PVC)
- Nahtverarbeitung
- Passform und Spannung des Materials
- Gefälle zur Wasserableitung
Eine hohe Wassersäule allein garantiert keine absolute Dichtigkeit, wenn beispielsweise Nähte nicht versiegelt sind oder sich Wasser in Falten sammelt.

Hier hat ein Kunde eine Standardabdeckung von uns als zusätzlichen Regenschutz für sein Dachzelt genutzt und hat uns nach dem Urlaub in Skandinavien geschrieben, dass es hervorragend geklappt hat. Kein Kondenswasser und absolut wasserdicht.
Materialien und ihre Wasserdichtigkeit
1. Polyester mit PU-Beschichtung
- Sehr verbreitet bei Premium-Abdeckungen
- Hohe Wassersäulenwerte möglich
- Flexibel und langlebig
- Gute Balance zwischen Dichtigkeit und Atmungsaktivität
- Sehr UV-Beständig
2. PVC-beschichtete Planen
- Extrem wasserdicht
- Oft weniger atmungsaktiv
- Kann bei Temperaturwechseln Kondenswasser begünstigen
- Meist nicht lange haltbar
3. Mehrlagige High-Tech-Gewebe mit atmungsaktiver Membrane
- Sehr hohe Wassersäule
- befriedigende UV-beständig
- Ideal für Ganzjahresnutzung
Warum ist die Wassersäule bei Gartenmöbel-Abdeckungen so wichtig?
Gartenmöbel sind ganzjährig Witterungseinflüssen ausgesetzt. Besonders im Herbst und Winter wirken mehrere Faktoren gleichzeitig:
- Dauerregen
- Schneeschmelze
- Frost-Tau-Wechsel
- Starke Temperaturschwankungen
Ist die Wassersäule zu niedrig, kann Feuchtigkeit langsam durch das Material diffundieren. Das führt zu:
- Feuchten Polstern
- Schimmelbildung
- Materialverfärbungen
- Korrosion bei Metallmöbeln
Wassersäule vs. Atmungsaktivität
Ein wichtiger Punkt bei hochwertigen Abdeckungen ist das Gleichgewicht zwischen Wasserdichtigkeit und Luftdurchlässigkeit. Eine extrem hohe Wassersäule kann dazu führen, dass kein Luftaustausch mehr stattfindet.
Die Folge:
- Kondenswasserbildung unter der Abdeckung
- Feuchtigkeitsstau
- Schimmelrisiko trotz wasserdichter Oberfläche
Daher sollten moderne Abdeckungen eine durchdachte Kombination aus:
- Hoher Wassersäule und
- Atmungsaktivität
aufweisen.
Tipps zur optimalen Nutzung regenfester Abdeckungen
- Möbel vor dem Abdecken vollständig trocknen lassen
- Auf ausreichende Spannung achten – keine Wassersäcke bilden
- Gefälle durch Unterlegen kleiner Abstandshalter schaffen. Das können z.B. auch ein umgedrehter Blumentopf oder ein Ball sein
- Regelmäßige Kontrolle nach Starkregen
- Abdeckung bei Bedarf reinigen, um Poren offen zu halten
6 Häufige Fragen (FAQ)
- Was bedeutet 3.000 mm Wassersäule?
Das Material hält dem Druck einer 3 Meter hohen Wassersäule stand, bevor Feuchtigkeit eindringt. - Ist eine hohe Wassersäule immer besser?
Nicht zwingend. Zu hohe Dichtigkeit ohne Belüftung kann Kondenswasser fördern. - Sind alle Nähte automatisch wasserdicht?
Nein. Nur verschweißte oder versiegelte Nähte verhindern Wassereintritt. - Wie unterscheidet sich wasserabweisend von wasserdicht?
Wasserabweisend bedeutet, dass Tropfen abperlen. Wasserdicht heißt, dass kein Wasser eindringt – abhängig von der Wassersäule. - Kann eine Abdeckung trotz hoher Wassersäule innen feucht sein?
Ja, durch Kondenswasserbildung bei fehlender Luftzirkulation.
Fazit: Die richtige Balance entscheidet
Die Wassersäule ist ein entscheidender technischer Wert zur Beurteilung der Regenfestigkeit einer Abdeckung. Für Gartenmöbel empfiehlt sich eine robuste Qualität mit mindestens 2.000–3.000 mm Wassersäule.
Doch neben der reinen Wasserdichtigkeit sollten auch folgende Aspekte berücksichtigt werden:
- Atmungsaktivität
- UV-Beständigkeit
- Materialstärke
- Passform
- Verarbeitung der Nähte
Nur die Kombination dieser Faktoren sorgt langfristig für optimalen Schutz vor Regen, Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen.